Mit Rosen beranktes Rankgitter von einem Rosenpavillon

Pavillon bepflanzen:
Tipps für Kletterpflanzen

Bereits im antiken Rom, wo die Gartenkunst schon immer sehr verbreitet war, herrschte die Gewohnheit, Obstbäume mit Efeu und Weinstöcken zu umranken. Auch ein Gartenpavillon lässt sich hervorragend als Rankhilfe bepflanzen. Grundsätzlich eignen sich zwar sämtliche Kletterpflanzen zur Begrünung von Laube und Gartenpavillon, solange die Boden- und Lichtverhältnisse stimmen. Manche benötigen jedoch beim Beranken von Metall anfängliche Kletterhilfen oder sogar die dauerhafte Unterstützung des Gärtners. Welche Pflanzen für die Berankung geeignet sind und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

Pavillon begrünen: Ranker, Klimmer und Schlinger

Als Ranker werden Kletterpflanzen bezeichnet, die sich mit korkenzieherartigen Sprossen festhalten. Ranker klimmen am Metallpavillon ohne Schwierigkeit empor, sie müssen nur anfänglich dorthin geführt werden. Berühren die ausgestreckten Ranken das Eisen, wickeln sie sich rund herum, manche verknoten sich regelrecht. Clematis und echte Weinreben gehören zu den beliebtesten Rankern für Laube, Spaliergitter und Pavillon.

An einem Gartenpavillon mit sehr dicken Stäben kann es sinnvoll sein, die Pioniertriebe festzubinden oder ihnen zusätzlich Drähte und Schnüre zu spannen.

Klimmer

Klimmer sind Pflanzen, die mit eigenen Kletterorganen aufwarten. Der beliebte wilde Wein etwa gehört zu den sogenannten Selbstklimmern: Mit Haftscheiben hält er sich an rauen Oberflächen wie Holz, Mauerwerk oder Putz und klettert ohne Hilfe daran hinauf. Kletterhortensien und Efeu, die dem gleichen Klettertyp angehören, nutzen dazu spezielle Haftwurzeln. Am Rankpavillon brauchen sie trotzdem Unterstützung, da Stahl und Eisen ihnen auch in unbeschichtetem Zustand nicht genug Ansatzfläche bieten.

Dasselbe gilt für Spreizklimmer, die Dornen, Stacheln oder Haken entwickeln. Sie nutzen Rankgerüste wie Holzgitter, Zäune oder die Streben von Metallpavillons, um in die Höhe zu wachsen. Zu ihnen zählen Winterjasmin oder Kletterrosen. Weil sie ihr eigenes Gewicht jedoch nicht tragen können, müssen sie angebunden werden. Waagerechte Strecken, beispielsweise über das Dach einer Laube hinweg, meistern sie allerdings ohne Hilfe, solange der Abstand zwischen den Stützelementen nicht zu groß ist.

Sie gilt nicht umsonst als Königin der Blumen

– schön und anspruchsvoll, mit betörendem Duft und stechend – die Rose. So ist auch ein Rosenpavillon die Krönung der Gartengestaltung und kündet vom großen Geschick der Gärtner.

Romantischer Rosenpavillon mit Sonnensegel berankt mit Kletterpflanzen
© ELEO Pavillon: Durch Kletterrosen berankter Pavillon Milano in pulverbeschichtet anthrazit

Schlinger

Geradezu prädestiniert für den Rankpavillon sind die Schlinger:  Im Unterschied zu den Klimmern besitzen sie zwar keine Kletterorgane. Doch die Triebe umwinden die senkrechten Stützen des Pavillons – wie eine Schlinge – und arbeiten sich auf diesem Wege senkrecht nach oben. Dieser Klettertyp hat den Vorteil, dass das Gerüst besonders gleichmäßig umrankt und begrünt wird.

Schlingpflanzen

Schlingpflanzen laufen Gefahr, am Metall abzurutschen, sobald die Pflanze schwerer geworden ist. Es genügt jedoch, sie von Zeit zu Zeit an einer Querstrebe höhensicher zu fixieren.

Unter den Schlingern sind etliche Geißblattarten und der prächtige Blauregen, der auch strammere Winter übersteht.

Wenn Sie mediterranes Flair im Garten verspüren möchten, sollten Sie sich an der Klettertrompete versuchen. Die trompetenförmigen und namensgebenden Blüten sind eine Augenweide. Die Klettertrompete gedeiht in gelben, orangen oder roten Blüten.

Einjährige Kletterpflanzen erreichen innerhalb weniger Monate eine immense Größe an Spalier. Die Schwarzäugige Susanne wünscht sich einen sonnigen Platz auf der Terrasse, ebenso regelmäßige Dünger- und Wassergaben. Dafür blüht sie mit einem reichen Blütenflor bis in den Herbst hinein. Wer es etwas anspruchsloser mag, kann zu Wicken greifen. Sie sind außerdem eine Attraktion für Bienen und Schmetterlinge.

Weinpavillon Milano unbeschichtet berankt
© ELEO Pavillon: unbeschichteter Pavillon Milano mit Weinreben und Pflanzen berankt und umrandet

Bei diesen Pflanzen aufpassen

  • Starkwüchsige Pflanzen:

Schnell wachsende Sorten wie die Jungfernrebe neigen dazu, schnell zu überwuchern

  • Blauregen:

Trotz seiner bezaubernden Schönheit ist er tödlich giftig und daher zumindest für einen kindgerechten Garten nicht zu empfehlen.

  • Haftklimmer:

Wer klassische Pavillonpflanzen wie Wein oder Efeu auswählt, sollte sich mit seiner Entscheidung sicher sein – denn sie haften sich so gut an das Metallgestänge an, dass sie nur schwer wieder abzubekommen sind.

  • Wicken und Echter Wein:

Die nektarreichen Blüten des Wicken und die aromatischen Weintrauben ziehen Bienen und Wespen an. Wer unter seinem Pavillon gerne ausgiebig speist oder die Stille der Natur genießen möchte, sollte lieber auf andere Pflanzen zurückgreifen.

Pavillon bepflanzen: So geht’s

Was muss bei der Auswahl der Rankpflanzen beachtet werden?

  • Achten Sie darauf, dass sich die Trieblänge der Pflanzen an die Größe des Pavillons anpasst.
  • Überprüfen Sie, ob die Pflanzen einen sonnigen oder schattigen Standort benötigen.
  • Bedenken Sie die Blütezeit der Gewächse (Pflanzen wie der Efeu sind immergrün).
  • Kombinieren Sie die Rankpflanzen nach passenden Arten und Farben.
Für Anfänger:

Besonders für Anfänger eignen sich einjährige und schnellwachsende Pflanzen. Zwar müssen sie jedes Jahr neu gepflanzt werden – dafür entfällt der aufwändige Rückschnitt und Sie können zunächst einmal erste Erfahrungen sammeln. Anschließend können Sie sich an robustere und langsam wachsende Pflanzen wagen.

Wie bepflanze ich meinen Rankpavillon richtig?

  • Befestigen Sie erforderliche Rankgitter im Boden.
  • Befestigen Sie erforderliche Pfähle im Boden, an denen sich die Zweige anlehnen können.
  • Bewässern Sie die neuen Sprösslinge vor allem nach der Anpflanzung regelmäßig. Je nach Pflegebedarf sind die Wurzeln der Kletterpflanzen nach ein bis drei Jahren tief ausgebildet, dass danach die meisten einen normalen Sommer von alleine überstehen.

Welche regelmäßige Pflege benötigt ein Rankpavillon?

  • Um den Pavillon nicht überwuchern zu lassen, ist ein regelmäßiger Schnitt vonnöten. Die Zeiten und die Art des Schnittes variieren von Pflanze zu Pflanze. Erkundigen Sie sich darüber am besten schon vor dem Pflanzenkauf und besorgen Sie sich das dafür nötige Werkzeug.
  • Damit Ihre Pflanze gut über den Winter kommt, empfiehlt es sich, im Herbst eine gut 10 Zentimeter starke Laubschicht rund um die Pflanzstelle aufzuhäufeln.
Eindrucksvoll berankter Edelrost-Pavillon mit rot blühenden Kletterrosen
© ELEO Pavillon: Eindrucksvoll berankter Edelrost-Pavillon mit rot blühenden Kletterrosen

Pavillon begrünen: Zu guter Letzt

Bis die Kletterpflanzen die Spitze Ihres Pavillons erklommen haben, wird zunächst einiges an Zeit vergehen. Gartenliebhaber sollten sich also im Klaren sein, dass ein vollständig berankter Pavillon nicht von heute auf morgen zu bewundern ist. Sie benötigen dafür etwas Geduld und auch einen kleinen grünen Daumen, damit das gelingt. Nach und nach wird Ihr Pavillon von eindrucksvollen Pflanzen geziert. Ihre kleine, persönliche Gartenoase – der Wind lässt die Blätter tanzen und eindrucksvolle Schattenspiele spielen sich ab.

Pavillons zum Beranken