Rosen erfreuen uns seit jeher mit opulenten Blüten und einem betörenden Duft. Für viele Hobby-Gärtner ist ein üppig blühender Rosenstrauch die stilvolle Krönung des Gartens und ein wunderschöner Blickfang – gerade dann, wenn Ihre Kletterpflanzen  einen Rosenpavillon oder Rosenbogen in eine märchenhafte Laube verwandeln.

Doch so mancher Pflanzenfreund lässt sich von der vermeintlich hohen Kunst der Rosenpflege und des Rückschnitts abschrecken und verzichtet deshalb lieber auf die erhabene Königin der Blumen im eigenen Garten. Wir können Sie beruhigen: Rosen können zwar anspruchsvoll sein, aber mit grundlegendem Wissen werden auch Sie zum wahren Rosenflüsterer.

Rosen schneiden mit Rosenschere
Beim Schneiden von Rosen sind Handschuhe ratsam und eine scharfe Rosenschere ist unerlässlich.
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Rosen schneiden – so wird’s richtig gemacht

Um das korrekte Schneiden von Rosen ranken sich viele Mythen und Profi-Tipps gibt es zahlreiche. Der Rosenschnitt ist aber gar nicht so kompliziert, wie er zunächst erscheinen mag. Wenn Sie einige grundlegende Dinge beherzigen, gelingt Ihnen der richtige Rosenschnitt problemlos.

Muss man Rosen im Herbst schneiden?

Ein Rückschnitt Ihrer Rosen im Herbst ist dann sinnvoll, wenn die Triebe ein zu dichtes Gestrüpp gebildet haben. Hierbei gilt: Schneiden Sie so viel wie nötig und so wenig wie möglich weg. Der eigentliche Rosenschnitt erfolgt dann erst im Frühjahr. 

Wenn Sie schon im Herbst zur Rosenschere greifen möchten, sollte der Rückschnitt vor den ersten Nachtfrösten erfolgen – und spätestens dann, wenn die Blätter anfangen zu faulen.

Gartenpavillon Florenz in unbeschichteter Ausführung mit Rosen umrankt
Kletternde Rosen an unserem beliebten Pavillon Florenz. Bildquelle: ELEO Pavillon Florenz

Wie schneidet man Rosen im Frühjahr zurück?

Der ideale Zeitpunkt zum Schneiden Ihrer Rosen ist im Frühjahr, etwa gegen März/April. Tatsächlich liefern Ihnen die Rosen selbst einen Hinweis, wann der Griff zur Schere erfolgen sollte. Sie erkennen es daran, dass sich die charakteristischen Rosenaugen bilden. Dabei handelt es sich um dunklere Stellen an den Ästen, die wie zarte Ringe um den Zweig reichen. Sobald die Augen rötlich werden und anschwellen, können Sie mit dem Schnitt beginnen. Verwenden Sie hierfür eine scharfe Rosenschere.

Rosen schneiden am Rosenauge
Das Rosenauge ist an einer rötlichen Verdickung und einem Ring gut erkennbar. Bildquelle: Adobe Stock

Der Rückschnitt erfolgt ca. einen Zentimeter über dem Auge. Tote und kranke Triebe können Sie hingegen bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Die genaue Schnitttechnik variiert je nach Rosenart:

  • Kletterrosen schneiden: Bei Kletterrosen erfolgt der Schnitt an den Seitentrieben, da die Rosen nicht an den Haupt-Trieben blühen. Orientieren Sie sich an den Trieben, die im Sommer Blüten gebildet haben. Diese kürzen Sie auf ca. fünf Zentimeter ein.
  • Beet- und Edelrosen schneiden: Wählen Sie etwa fünf kräftige und gesunde Triebe. Diese schneiden Sie auf 15 bis 25 Zentimeter über dem Boden zurück. Schwache und kränkliche Zweige können Sie komplett entfernen. 
Rosen freuen sich im Frühjahr nach dem Rückschnitt über Dünger. So wachsen sie besser und blühen reicher.
Pavillon Milano in pulverbeschichteter Ausführung berankt mit Kletterrosen
Wenn Sie Ihre Rosen richtig pflegen, danken sie es mit üppiger Blütenpracht. Bildquelle: ELEO Pavillon Milano

Rosen richtig pflegen 

In den Sommermonaten wollen Ihre Rosen mit entsprechender Pflege verwöhnt werden – sie danken es Ihnen mit einer reichen Blütenpracht. Behalten Sie die Gesundheit Ihrer Rosen daher genau im Blick. 

So sieht die Rosenpflege im Sommer aus

In der warmen Jahreszeit zeigen sich Ihre Rosen von ihrer schönsten Seite und blühen in voller Pracht. Verblühte Rosenblüten können Sie nach und nach problemlos entfernen. Im Sommer stehen aber nicht nur die Blüten, sondern auch die Blätter im Fokus. Denn die Blattgesundheit ist essentiell für das Wachstum Ihrer Rosen. Blattpilze, Mehltau oder Sternrußtau setzen Ihren Pflanzen zu – können aber durch einen optimalen Standort und regelmäßiges Düngen verhindert werden. 

Auch die regelmäßige Wässerung ist wichtig. Achten Sie hier darauf, dass das Laub dabei nicht durchnässt wird. Besser ist es, wenn Sie direkt im Wurzelbereich gießen. Wählen Sie im Sommer die frühen Morgenstunden zum Wässern. In der Mittagshitze könnten die feuchten Blätter schnell verbrennen. 

An warmen Sommertagen sind Ihre Rosen besonders durstig und möchten reichlich gewässert werden. Anstatt mehrfach kleine Mengen Wasser zu geben, sollten Sie die Rosen besser einmal ausgiebig gießen. 

Achten Sie auch darauf, dass der Bereich um die Wurzeln frei von Wildkraut bleibt. Die Wurzeln benötigen nämlich viel Luft.

Mehltau an Rosen bekämpfen – so klappt es

Auch bei penibler Pflege kann es vorkommen, dass Ihre Rosen vom echten Mehltau – genauer vom echten Rosentaupilz – befallen werden. Dabei handelt es sich um verschiedene Pilzerreger, die sich in Form einer dünnen, mehligen Schicht auf den Blättern zeigen. Wie Sie Ihre Rosen vom Mehltau befreien, hängt davon ab, wie schwer der Befall ist. 

Bei einem starken Mehltaubefall hilft es, wenn Sie die Rosenpflanzen beherzt zurückschneiden, damit diese wieder gesund austreiben können.

Leichten Mehltau bekämpfen Sie hingegen mit Pflanzenschutzmitteln. Im Handel sind spezielle Fungizid-Sprays erhältlich, mit denen Sie Ihre Rosen einfach einsprühen können. Sie können auch ein Pflanzenschutz-Konzentrat wählen. Dieses verdünnen Sie je nach Packungsanleitung mit Wasser.

Gut zu wissen:

Marienkäfer sind natürliche Helfer im Kampf gegen Mehltau. Die bunten Käfer verspeisen den Pilzbefall nämlich mit Wonne.

Rosen im Topf auf Terrasse zum Garten
Im Topf sind Rosen eine Zierde für die Terrasse und den Balkon. Bildquelle: Adobe Stock

Rosen im Topf pflegen

Topfrosen sind eine wunderschöne Zierde für Balkon und Terrasse. Damit die zarten Schönheiten auch im Topf gedeihen und reich blühen, wollen sie gepflegt werden:

  • Hohe Töpfe wählen: Wählen Sie einen möglichst hohen Topf – ideal sind Töpfe ab einem halben Meter Höhe. Als Pfahlwurzler entwickeln Rosen nämlich ein kräftiges Wurzelwerk, das tief reicht und viel Platz benötigt. 
  • Luft und Wasser: Achten Sie darauf, dass der Topf am Boden über Löcher verfügt, damit sich keine Staunässe bildet. Rosen wollen zwar nie ganz trocken sein, aber Staunässe kann dazu führen, dass die Wurzeln faulen. Zusätzlich zur Erde bietet sich eine Drainageschicht aus Blähton im Topf an – denn Topfrosen mögen es luftig.
  • Regelmäßig düngen: Kübelrosen freuen sich über regelmäßige Düngung. Im Idealfall kombinieren Sie einen Langzeit- mit einem wöchentlichen Flüssigdünger. 
  • Sonniger Standort: Rosen sind Sonnenanbeter und bevorzugen einen sonnigen Stellplatz. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass sich der Rosentopf an heißen Sommertagen nicht zu sehr erhitzt. Sonst läuft Ihre Rose Gefahr zu verbrennen.
Gartenpavillon Florenz in unbeschichteter Ausführung mit Rosen umrankt
Kletterrosen verwandeln das Pavillondach in einen Blütentraum. Bildquelle: ELEO Pavillon, Modell Florenz

Rosen richtig stützen – für üppige Blütenpracht

Damit sich Ihre Rosen optimal entwickeln und Sie mit einer schönen Blütenpracht verzaubern können, benötigen die meisten Arten eine Stütze. Auch daher eignen sich Rosen wunderbar zur Begrünung von Gartenpavillons. Die filigranen Ornamente und die vielen Streben eines Metallpavillons bieten kletternden Rosen viel Fläche zum ausgedehnten Ranken. Hierbei können Sie entweder Topfrosen nutzen, die Sie dicht an den Seitenwänden Ihres Pavillons aufstellen, oder Sie pflanzen die Rosen direkt neben den Pavillon in die Erde. Wichtig ist in beiden Fällen ein sonniger Standort.

Welche Stütze für welche Rosenart?

Kletternde Rosenarten kommen an Rosenbögen besonders schön zur Geltung. Wählen Sie am besten ein stabiles Modell aus hochwertigem Metall, das Witterungen trotzt. 

Rosenbogen Calabria in unbeschichteter Ausführung auf einer Wiese
Füreinander gemacht: Rosenbogen und Kletterrosen.
Bildquelle: ELEO Pavillon, Rosenbogen Calabria

Aber auch Rankobelisken, Säulen und Pyramiden eignen sich wunderbar für Kletterrosen und sind ein besonderer Hingucker in Beeten. 

Rankstäbe in Herzform in 3 Beschichtungen
Rankstäbe eignen sich ideal für Rosenstämmchen und Edelrosen.
Bildquelle: ELEO Garten, Gartenstecker Treviso in unterschiedlichen Beschichtungen

Brauchen Stammrosen eine besondere Stütze?

Für Edelrosen und Rosenstämmchen eignen sich Rankstäbe aus Metall ideal. Im Handel finden Sie eine große Auswahl an dekorativen Modellen. Achten Sie darauf, den Stab fest in der Erde zu verankern.

Wie befestigt man Rosen an einer Stütze?

Beim Befestigen Ihrer Rosen an einer Stütze gibt es zwei grundlegende Dinge zu beachten. Zum einen sollten Sie Rosentriebe nicht durch die Stütze hindurch fädeln, da sonst die Gefahr besteht, dass Sie die Triebe knicken und verletzen. Zum anderen sollte die Befestigung nicht mittels Metalldraht erfolgen. Hierbei kommt es nämlich schnell zu Quetschungen und Verletzungen der Rose. Wählen Sie besser weiche Materialien wie Bast oder Baumwollschnüre. Langlebiger sind weiche Kunststoffbänder oder Drähte, die ummantelt sind.  

Unsere Tipps zur Rosenpflege zusammengefasst

  • Schneiden Sie Rosen im Frühjahr (März/April) zurück, sobald sich die Rosenaugen ausbilden.
  • Verwenden Sie eine scharfe Rosenschere.
  • Kranke und abgestorbene Triebe können komplett entfernt werden.
  • Im Sommer benötigen Rosen viel Wasser. Gießen Sie direkt im Wurzelbereich.
  • Düngen Sie regelmäßig und entfernen Sie Wildkräuter.
  • Topfrosen benötigen viel Platz und mögen es luftig. Wählen Sie große Pflanztöpfe und füllen Sie wenn möglich eine Drainage-Schicht in den Topfboden. 
  • Sowohl Kletterrosen als auch Edel- und Stammrosen freuen sich über eine Rankhilfe. 
  • Kletterrosen kommen an Pavillons und Rosenbögen besonders gut zur Geltung. 
  • Nutzen Sie zur Befestigung Ihrer Rosen an einer Rankhilfe weiche Schnüre wie Bast.

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